Die Weihnachtsbeleuchtung stört die Nachtruhe von Vögeln
Eine Meldung der BUND-Nachtretter-Gruppe (Amtsblatt Nr. 50, 14. Dez. 2024)
Wenn Vögel Rollläden hätten, könnten sie in unserem Garten bleiben
(BUND-Nachtretter / KI generiert)
Liebe Einwohner*innen von Waldbronn,
in der Adventszeit möchten viele ihrer Umgebung eine weihnachtliche Stimmung verleihen. Immer häufiger kommen Außendekorationen mit Beleuchtung im Einsatz. Dabei sind wichtige Aspekte zum Schutz unserer Umwelt und Tierwelt zu bedenken.
Der natürliche Wechsel von Tag und Nacht gibt, 365 Tage im Jahr, Mensch und Natur den Takt vor. Um diesen Rhythmus möglichst wenig zu stören, sollten wir nächtliches Licht so sparsam wie möglich einsetzen. Künstliches Licht von Außenstrahlern, Lichterketten und Solarkugeln kann negative Auswirkungen auf Tiere, Insekten und Menschen haben.
Auch die Weihnachtsbeleuchtung stört die Nachtruhe von Vögeln, die in unserer Nähe leben und denen wir sogar tagsüber mit extra Fütterung helfen wollen. Vögel sind unsere Nachbarn, allerdings haben sie keine Rollläden. Sie können sich deshalb nicht gegen die Beleuchtung ihrer Nachbarn schützen. „Stellen Sie sich vor, Sie müssen Kräfte sparen und ihre Ruhephasen optimal ausnutzen, und in Ihrem Schlafzimmer geht das Licht nicht aus“, sagte Frau Heinz dazu (Leiterin des Nachtretter-Projekts vom BUND Baden-Württemberg).
Die Nachtretter Waldbronn empfehlen, auf nächtliche Dauerbeleuchtung zu verzichten und Licht nur dann einzuschalten, wenn es wirklich benötigt wird. Setzen Sie das Licht gezielt ein und reduzieren Sie die Lichtmenge, um den Schutz der Vögel zu gewährleisten.
Die Weihnachtsbeleuchtung sollte maximal vom 1. Advent bis 6. Januar (Dreikönigstag) und bis maximal 23 Uhr angeschaltet bleiben.
Text: Jean-Luc Buthod-Garçon