Ortsverband Mittleres Albtal
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Erste Aktion am Römerweg

Beginnen wollen wir die Aktion am Römerweg unterhalb der SRH-Klinik. 

Diese Aktion findet am 14. Nobermber 2026 statt. Siehe den Termin Neophytenaktion: Kirschlorbeer

Der Einsatz ist mit dem Forst abgestimmt, der Abtransport des gesammelten Schnittmaterials wird dankenswerterweise von der Gemeindegärtnerei übernommen. 

Unsere Aufgabe besteht darin, die Kirschlorbeeren bodennah abzusägen oder abzuschneiden und das Schnittgut am Römerweg abzulegen. 

Was macht ihn besonders schädlich?

Was macht ihn besonders schädlich? Wo er sich flächig ausbreitet, gelangt selbst im Winter und im zeitigen Frühjahr kein Licht mehr auf den Boden. Heimische Baumsamen, junge Triebe und bodennah wachsende Waldpflanzen haben unter diesem dichten Schatten keine Chance nachzuwachsen. Mit den durch Klimawandel steigenden Temperaturen und trockeneren Sommern kommt der Kirschlorbeer meist deutlich besser zurecht als viele heimische Baum- und Straucharten. Dadurch breitet er sich rasant aus und besetzt wertvollen Lebensraum. Weil er heimische Gewächse überwuchert, sinkt die Artenvielfalt (Biodiversität) inzwischen auch bei uns drastisch. Ein artenarmer Wald verliert jedoch seine Widerstandsfähigkeit. Dies gefährdet langfristig die Klimastabilität der Wälder, da Mischwälder weitaus besser gegen extreme Wetterereignisse geschützt sind als von Monokulturen oder invasiven Arten dominierte Bestände. Alle Pflanzenteile des Kirschlorbeers – insbesondere die Blätter und Samen – sind hochgiftig, da sie Vorstufen von Blausäure enthalten. Für die allermeisten heimischen Insekten, Raupen und Säugetiere ist die Pflanze als Nahrungsquelle oder Lebensraum somit absolut wertlos. Das verringert das allgemeine Nahrungsangebot im Wald und schwächt die gesamte Nahrungskette.

Aber wie kommt der Kirschlorbeer in den Wald? Die unkontrollierte Ausbreitung im Forst hat zwei Hauptursachen. Vögel als Verbreiter: Heimische Vögel wie Amseln oder Drosseln fressen die schwarzen Beeren. Sie vertragen das Fruchtfleisch, scheiden die giftigen Samen jedoch unverdaut im Wald wieder aus, wo diese überall keimen. Allerdings sind auch wir oft die Verursacher: viele Menschen entsorgen ihren Grünschnitt illegal im Wald. Der Kirschlorbeer besitzt eine enorme Regenerationskraft – selbst aus kleinen Wurzel- oder Zweigresten im Kompost können im Waldboden neue, tief wurzelnde Pflanzen austreiben. 

In der Region gibt es bereits Aktivitäten, wie beispielsweise in der Stadt Gaggenau. Der SWR hat dazu berichtet:

Problem für den Wald: Kirschlorbeer breitet sich rund um Gaggenau aus

anzusehen in diesem Film